GBW Gruppe: Wo ist Wohnraum knapp?
- Neue Studie von BulwienGesa und der GBW Gruppe
- Spitzenreiter: München
- Differenzierte Wohnbauförderung gefragt
München, 16. September 2011 – Wohnungen werden nicht nur in Süddeutschland knapp, sondern auch in anderen Regionen Deutschlands. Das zeigt die neue Studie „Wohnungsknappheitsindikator Deutschland“ von der BulwienGesa AG, die im Auftrag der GBW Gruppe durchgeführt wurde. Deutlich wird, wo der Wohnungsneubau verstärkt gefördert werden muss.
„Wir wollten mit Hilfe der Studie vor allem diejenigen Standorte identifizieren, in denen dringend neue Wohnungen gebaut werden müssen“, erklärt BulwienGesa-Vorstand Andreas Schulten. Der stärkste Treiber eines knappen Wohnraumangebots sei dabei eindeutig die zukünftige Bevölkerungsentwicklung. „Die Wohnungsknappheit in vielen deutschen Wirtschaftszentren verschärft sich zunehmend, während in anderen Regionen Wohnungen leer stehen“, so Ernst Holland, Vorsitzender des Vorstands der GBW AG. Er fordert eine differenzierte Wohnbauförderung seitens des Staates, die vorrangig in Regionen greift, wo auch wirklich Neubaubedarf besteht. „Es bringt gar nichts, wenn wir neue Wohnungen in Regionen bauen, in denen das Angebot ohnehin viel zu groß ist“, bekräftigt Holland. Langfristig würde dies die Missstände auf dem deutschen Wohnungsmarkt sogar verschärfen. „Die Studie belegt, wo der Wohnungsbedarf am größten ist. Die Politik ist nun gefordert, entsprechende Maßnahmen zu entwickeln“, sagt Holland.
Spitzenreiter nach Landkreisen und Städten: jeweils München
Spitzenreiter der Standorte mit einem knappen Wohnungsangebot ist der Landkreis München mit einem Indikatorwert von 80,2 (von 100) gefolgt von den Landkreisen Starnberg (79,3), Erding (78,5) und Freising (78,3). Neben München und seinem Umland sind auch größere Teile von Baden-Württemberg voraussichtlich von einer Verknappung des Wohnraums betroffen. Außerdem erreichten Kreise und kreisfreie Städte in den Metropolregionen Hamburg, Rhein-Neckar, Rhein-Main und Köln-Bonn einen hohen Indikatorwert. In den östlichen Bundesländern wird Wohnraum voraussichtlich nur in der Stadt Potsdam (55,6) knapp.
Auch nach Städten liegt München mit einem Wohnungsknappheitsindikator von 74,7 mit Abstand an der Spitze. Folglich ist hier mit einem besonders hohen Mangel an Wohnraum zu rechnen. Auf Rang zwei und drei landen Hamburg und Frankfurt am Main gefolgt von Düsseldorf, Stuttgart, Nürnberg und Berlin.
Kreise und Städte mit ausreichendem Wohnungsangebot
In einigen Landkreisen und kreisfreien Städten in Ostdeutschland und in Industrieregionen wie dem Saarland oder dem Ruhrgebiet gibt es laut Studie keinen Mangel an Wohnraum. Diese Standorte haben vor allem mit einer schwierigen wirtschaftlichen Lage bedingt durch hohe Arbeitslosigkeit oder eine geringe Produktivität zu kämpfen. Außerdem sinkt die Einwohnerzahl. In der Folge könnten die Leerstände in diesen Regionen weiter steigen.
Im Berliner Umland sowie in zahlreichen west- und norddeutschen Landkreisen und ostdeutschen Städten wie Dresden (Indikatorwert 43,1) oder Jena (50,6) ist künftig weder mit Wohnungsknappheit noch mit einem Anstieg des Leerstandes zu rechnen.
Methodik der Studie
Im Rahmen der Erhebung untersuchte BulwienGesa alle 413 Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland auf das Risiko, dort in Zukunft eine Verknappung von Wohnraum vorzufinden. „Da in Deutschland keine verlässlichen Zukunftsprognosen für das Verhältnis von Wohnungsbestand und Nachfrage existieren, mussten wir einen neuen Indikator aus verschiedenen Variablen generieren“, sagt Schulten. Für den Indikator wurden Variablen aus den Kategorien Nachfrage (zum Beispiel Haushalts- und Bevölkerungsentwicklung), Angebot (Anteil an Wohnungen in Mehrfamilienhäusern, Leerstandsindex etc.), Immobilienmarkt (Miet- und Preisentwicklung, Zukunftsprognosen etc.) und wirtschaftliche Rahmenbedingungen (Arbeitslosenquote, Kaufkraft etc.) herangezogen. Der ermittelte Wohnungsknappheitsindikator zeigt – als Zukunftsindikator – die Notwendigkeit einer Regionalförderung für den Wohnungsbau in Deutschland, um den künftigen Wohnraumbedarf zu decken.
Die vollständigen Ergebnisse der Studie erhalten Sie von Katja Neese
(katja.neese
gbw-gruppe.de).
Über die GBW Gruppe
Die GBW Gruppe ist eines der größten bayerischen Wohnungsunternehmen und setzt in vielerlei Hinsicht Maßstäbe: Sozial orientiert und mit effizienten Prozessen bewirtschaftet die GBW Gruppe ein attraktives Portfolio mit rund 33.000 Wohnungen an wichtigen Standorten in Bayern. Das Unternehmen betreibt ein nachhaltiges Portfoliomanagement mit dem Ziel, den Wert des Immobilienbestandes kontinuierlich zu steigern. Der Anteil der geförderten Wohnungen im GBW-Bestand liegt bei rund einem Drittel. Damit leistet die GBW Gruppe einen wichtigen Beitrag zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums. Mehr dazu im Internet unter www.gbw-gruppe.de.
- Downloads:
PM_Studie_Wohnungsknappheitsindikator.pdf48 K
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